3) Berufstätigkeit versus Studium
85 % aller Absolventen der vier bilingualen Schulen haben sich für ein Studium entschieden. In absoluten Zahlen heißt das: Von den 566 Absolventen, die die Fragebögen zurückgesendet haben, studieren 480, 44 sind berufstätig und 42 machten keine Angaben. Lässt man die Ergebnisse der einen berufsbildenden höheren Schule außer Acht, so steigt dieser Wert auf 89%. Als Einzelergebnis gesehen liegt das Gymnasium Bilikova mit 99 % Anteil an Studenten an erster Stelle. Eine Vergleichsrecherche, die an diesem Standort parallel unter allen 184 Absolventen gemacht wurde, bestätigt diesen Trend, 97 % aller bisherigen Absolventen der bilingualen Klassen des Gymnasiums Bilikova entschieden sich nach der Matura für ein Studium. Dass an manchen Standorten relativ viele Fragebögen retourniert wurden, ohne zu dieser Frage nähere Angaben zu machen, bleibt etwas rätselhaft. Eine Erklärung ist sicher darin zu sehen, dass es eine Gruppe von Studenten gibt, die ein Studium ab- bzw. unterbrechen, es mit Berufstätigkeit kombinieren oder später mit einem Studium beginnen.
Interessant ist auch die Frage, wo das Studium absolviert wird. Der überwiegende Teil aller im Ausland studierenden Absolventen hat Österreich, nämlich Wien als Studienort gewählt, nur 3 Absolventen studieren in Deutschland, einer in den USA. Relativ große Unterschiede zeigen sich beim Vergleich der einzelnen Schulstandorte, was den Anteil der Inlands- und Auslandstudenten betrifft. Den höchsten Anteil an Auslandsstudenten stellen die zwei Schulen in Bratislava, 44 % aller Absolventen dieser zwei Schulen studieren im Ausland, während nur 7 % der Absolventen aus Znojmo und 15 % der Absolventen aus Mosonmagyarovar einen Studienort außerhalb ihres Landes wählten. Zum einen wird man das durch die bessere verkehrstechnische Anbindung der Stadt Bratislava an Wien erklären können. Zum anderen mag auch die unterschiedliche ökonomische Situation in Groß- und Kleinstädten eine gewisse Rolle spielen. Viele der in Wien studierenden Absolventen pendeln täglich nach Wien, auf das Gymnasium Bilikova bezogen kann aber beobachtet werden, dass immer mehr in Wien "Fuß fassen" und zum Wochenend-Pendler werden.