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Säulen und Kapitellformen Abakus: Quadratische Abdeckplatte über dem Kapitell (siehe Graphik).

Abwalmen: Herunterführen des Dachs über die Giebelseiten.

Abhängling: Herabhängender Knauf am Schnittpunkt der Gewölberippen (verlängerter Schlußstein).

Adamstil: Architektur geprägt von Robert Adam (1728-1792).

Adobe: traditionelle Lehmziegel, verwendet in Spanien und Lateinamerika (sonnengetrocknet).

Adyton: Das Allerheiligste des griechischen Tempels. Außer der Cella galt manchmal der Opisthodomos als Allerheiligste.

Agiographie: Heiligenlegende, die sich auf das Leben oder Wirken eines Heiligen bezieht.

Agora: Bestimmter Platz einer griechischen Stadt zum Abhalten von Märkten und Versammlungen.

Akrolith: Statue aus Holz, wobei die Extremitäten und der Kopf aus Marmor gestaltet sind.

Akroterion: Ornamentale oder plastische Giebelverzierung antiker Tempel und Grabmäler.

Allegorie: Bildhafte Darstellung oder symbolische Darstellung einer abstrakten Gegebenheit.

Ambulatorium: Fortsetzung der Seitenschiffe um einen Chor oder eine Apsis, bietet Raum für Prozessionen um das Sanktuarium oder den Altarraum.

Anfänger (Kämpferstein): Der erste Stein eines Bogens oder Gewölbes, der auf dem Kämpfer ruht.

Ante: Verlängerung der Cella-Seitenwände deren Stirn zum Antenpfeiler verstärkt ist.

Antefix (Stirnziegel): In der griechischen Baukunst bemalte Tonplatte zur Verkleidung der Traufe. Antefix (Epitaurus)
Antefix (Epitaurus)

Apokrive: nicht offiziell anerkanntes Dokument mit sakralem Charakter

Apsis : Architektonische Struktur; meist halbrunder, mit Halbkuppel überdeckter Raum; ursprünglich Platz der Geistlichen und Presbyter, später Teil des Chors und meist Altarraum. Oft der gewölbte Schlußteil eines Mittel-, Quers- oder Seitenschiffs.

Architrav: In der griechischen Baukunst der waagrecht auf den Säulen aufliegende Balken (siehe Graphik). Allgemein der waagrechte Schlußbalken, der in der griechischen Architektur auf Säulen, in der römischen und abendländischen Architektur aber auch oft auf Pfeilern und Bogenstellungen.

Archivolte: a) Die meist bandartig abgesetzte Stirn dienes Rundbogens.
b) Der Bogenlauf im romanischen und gotischen Gewändeportal, sie bilden hier dir Fortsetzung und den Abschluß der Gewändegliederung nach oben und sind häufig mit Figuren besetzt.

Arkade: Bogenstellung über Pfeilern oder Säulen, in fortlaufender Reihe. Auch Bezeichnung für einen Bogengang. Laufgänge mit offenen Bogenstellungen, die unter dem Dachansatz romanischer Kirchen, z.B. an den Apsiden und Türmen zu finden sind, heißen Zwerggalerie .

Arkosolio: Mit einem Bogen umrandete Nische als Begräbnisstätte in einer Katakombe.

Art Deko: Kunststil in den Jahren nach 1920, ausgehend von einer dekorativen Kombination von Elementen des Klassizismus, der Gotik und des Barock. Gebäude wurden uft außen mit glasierten Ziegeln und Polychromarbeiten versehen.
Atrium : Offener Innenhof, der von allen Seiten mit Dachflächen umgeben war. In größeren Häusern war das Atrium oft mit Kollonaden ausgestaltet. Ursprünglich war das Atrium das Kernstück des römischen Hauses. Vor allem bei frühchristlichen und mittelalterlichen Kirchen wurde ein von Säulenhallen umgebener Vorhof als Atrium errichtet (Hinweis auf Paradies, bzw. als Sammlungsort für Pilger).
Römisches Haus
Attika: Niedrige Mauer über dem abschließenden Kranzgesims eines gebäudes, oft um ein Dach zu verdecken. Seit der Renaissance wurde die Attika auch als Ballustrade gebildet und mit Statuen besetzt.

Auskragung: Das Vorspringen, Vorkragen, eines Bauteils, z.B eines einzelnen Steins (Kragstein), von Gesimsen, von Erkern oder einzelnen Stockwerken aus der Wand.

Azulejos: Bunte Kacheln, von Mauren nach Spanien gebracht und bis heute als Baukeramik im Einsatz.


Kleines Architekturlexikon - letzte Änderung 20. Oktober 1998. Ein Projekt des Schulversuchs Informatik am BG Babenbergerring Wr. Neustadt.