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VIA-Projekt "Francesco Borromini und die Welt des Barock" 
Borromini`s Dynamic Corner 
Treppenhausgestaltung 
Ein Beitrag des Augustinus-Gymnasiums Weiden  zum 400. Geburtstag von Borromini
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Die Grundidee 

Projekte am AGW 

Borromini am AGW 

Die Arbeitskreise 


Wer war 
Borromini ? 

Leben und Werk 
 
Erfahrungs- 
berichte 
der Arbeits- 
kreise 

Gestaltung 

Modellbau 

Informatik 



Die Arbeits- phasen  

Beim Zeichnen 

Beim Modell- bauen 

Beim Pro- 
grammieren 


Ergebnisse der Arbeits- kreise: 

Bildentwürfe 

Überblick 

Einzelbilder mit 
Kommentar 

Große Einzel- 
ansichten 

Treppenhaus- 
modell 

Originalplan 

verschiedene 
Ansichten 

Gemeinsame 
Präsentation 



Treppen- 
haus real und virtuell 

Der heutige Zustand 

Der Siegerent- wurf 

Der zukünftige Zustand 


Arbeits-  
kreise / Mit- 
wirkende 
 

Gestaltung 

Modellbau 

Informatik 

weitere Helfer 
 

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Ziel des Projekts: 
Hinter diesem Projekt steht der Gedanke, Schüler mit modernen und altersgemäßen Methoden für die Welt des Barock zu begeistern. Francesco Borromini ist dafür in zweierlei Hinsicht besonders geeignet. Zum einen sind seine Bauten hervorragende und außergewöhnliche Beispiele für die Dynamisierung von Architektur und das illusionistische Spiel mit Räumlichkeit. Zum anderen ist seine Person als Außenseiter und Benachteiligter der Geschichte ein viel leichteres Identifikationsobjekt für die Schüler als die großen immer hochgepriesenen Genies, mit denen der reguläre Lehrplan meist angefüllt ist. Darüber hinaus bietet das Projekt die Möglichkeit zu fächerübergreifendem Unterricht. Die Entwicklung von Ideen und deren Ausführung in Gruppen fördert die Teamfähigkeit der Schüler. Zudem birgt die Aussicht auf die Realisierung von Entwürfen in der Wirklichkeit eine enorme Motivation, wie sie die Schule nicht oft verschaffen kann.  
Die Präsentation der praktischen Arbeiten im Internet fördert im Sinne der Medienerziehung den kritischen und bewussten Umgang mit dem Computer und seinen Möglichkeiten. Zusätzlich bietet das Internet ein ideales Medium zur Öffnung der Schule nach außen. 

Der Projektgedanke unserer Schule: 
Zu Beginn des Schuljahres 1998/99 wurde am Augustinus- Gymnasium Weiden ein Projekt zur Neugestaltung des Treppenhauses ins Leben gerufen. Seit Jahren tragen verschiedenste Projekte zur Verschönerung des Schulgeländes und -gebäudes  und damit auch zur Verbesserung des Schulklimas im Sinne einer "corporate idendity" bei.  So standen neben der Ausgestaltung einzelner Klassenzimmer beispielsweise die Ausschmückung des Lichthofes über der Aula mit einem riesigen Mobile oder die Neuplanung des Pausenhofgeländes die letzten Jahre im Vordergrund. Es war nur konsequent, nun auch die einst als modern empfundene Betonästhetik des Schultreppenhauses in Angriff zu nehmen. Für dieses neue Projekt wurden zwei Arbeitsgruppen gebildet: Die erste beschäftigt sich mit der Erarbeitung von Konzepten zur Ausgestaltung und der Ausführung entsprechender Entwürfe. Die zweite Gruppe baut das Treppenhaus als Modell im Maßstab 1:25 nach, damit darin die Wirkung der Entwürfe in ihrem räumlichen Kontext veranschaulicht werden kann. 
Es hat sich so ergeben, dass auf Grund der schwierigen Kompatibilität der Schülerstundenpläne verschiedener Klassen und Altersstufen für den Gestaltungsarbeitskreis nur Mädchen und für den Modellbauarbeitskreis nur Buben "übrig" blieben.  

Etwa zur selben Zeit als das Borromini-Projekt vorgestellt wurde, hatte die Gestaltungsgruppe des Augustinus- Gymnasiums die Idee entwickelt, an den weißen Wänden, auf die man beim Hinauf- bzw Hinuntergehen der Treppe zuläuft, den Raum perspektivisch durch aufgemalte Treppen zu erweitern. Um einerseits optische Abwechslung zu bieten und andererseits auf lockere Art dem Bildungsauftrag der Schule nachzukommen, wurde das Konzept geboren, vom Keller bis zum 3. Obergeschoß die Epochen der Kunstgeschichte von der Antike bis zur Moderne lebendig werden zu lassen.  
Die Idee des Borromini-Projekts traf direkt in den Kern des bestehenden Plans. Welche Epoche könnte die Auflösung realer Raumbegrenzungen durch gemalte Illusion besser verdeutlichen als der Barock ? 

Die Gesamtidee der Treppenhausgestaltung mit illusionistischen Weiterführungen der bestehenden Treppen ist deshalb im Grunde bereits aus einem barocken Geist heraus geboren.  
Barock als Stilepoche hat einen besonderen Reiz als Anfang der Entwurfsreihe, da durch den Schwung und die Bewegung barocker Architektur die nüchtern-sachliche, fast etwas trostlose Betonästhetik des bestehenden Treppenhauses am vehementesten aufgebrochen werden kann. Zudem mussten sich die Schülerinnen von den steifen Perspektivkonstruktionen lösen, die natürlich den Beginn der räumlich wirkenden Zeichnung einer Treppe bildeten. Damit ist auch der Bann für alle weiteren Entwürfe aus anderen Epochen gebrochen.  

Was die Modellbauer vom Barock lernen konnten, war das Bauen mit "billigen" Materialien, die nur vorgeben etwas Stabiles zu sein, wie die barocken Stuckelemente oder Ausschmückungen mit Stuckplastiken, die auch nur nach außen wertvoll und massiv erscheinen, im Inneren aber nur aus billiger, leichter und schmutziger Holzkohle gebaut und - überspitzt ausgedrückt - nur mit etwas Gips überzogen sind. Ein minimaler Materialaufwand soll auch hier eine maximale optisch überzeugende Wirkung gewährleisten.  
Dies förderte darüber hinaus die Experimentierfreude und den Tüftlerehrgeiz. 

Für die Präsentation des gesamten Projekts im Internet wurde ein weiterer Arbeitskreis ins Leben gerufen. Er setzte sich aus zehn SchülerInnen des Wahlkurses Informatik der 8. Jahrgangsstufe zusammen.  
Unsere Internetpräsentation zum Borromini-Projekt hat als Zielpunkt die virtuelle Darstellung des Siegerentwurfes im realen Treppenhaus.

 
Francesco Borromini 
 
Bild für das Treppenhaus 
 
Treppenhausplan 
 
 
Treppenhausmodell 
 
 
2. und 3. Stock 
 
Erdgeschoß und 
1. Stock

 
Treppenhauswand 
vor der Neugestaltung 
 

 
Der zukünftige  
Zustand