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weitere Entwicklung
 
Luttichys
Simon Luttichys, Vanitasallegorie, 1648
  Schon im Barock verliert das Stilleben die Ambivalenz der dargestellten Gegenstände. Im Gemälde „Vanitasallegorie“ beginnt die Loslösung: Malerei und Plastik, Gegenwart und Antike, Geographie und Naturkunde werden dem in der Kugel präsenten Bildnis des Malers gegenübergestellt. Durch die Komposition wird die Stellung des Malers in der Kugel zum Triumph.

   
Valler-Coster
Anne Valler-Coster, Attribute der Malerei, Skulptur und Architektur, 1769
  Hier beschränken sich die Gegenstände vollends auf sich selbst und weisen nicht mehr über sich hinaus in eine andere Bedeutungsebene. Der Vanitasgedanke ist verschwunden.
     
Wien
 Wien, Gabentisch für einen Knaben, um 1890
  Die eigenen Befindlichkeiten werden jetzt dargestellt. Man erhält einen Einblick in die biedermeierliche Idylle. Die malerische Brillanz macht einer eher sachlichen Beschreibung Platz.
     
Peto
John Frederick Peto,
Office Board for Smith Brothers Coal Company,
1879
 
  Man ahmt äußerlich und vordergrüngig technisch das Barockstilleben nach (siehe auch) bezieht es aber in das Zeitgeschehen ein, indem man bei nebenstehendem Beispiel durch die Schlüssel aufgefordert wird, die fiktiven Schriftstücke zu entschlüsseln. Damit hatte sich das Stilleben als eine rückwärts gewandte Kunstform für das gehobene Bürgertum etabliert
     
Boldini
 Giovanni Boldini, Tischecke, 1890 (Ausschnitt)
 
  Die Malweise, mehr noch der diagonal angeschnittene Tisch und das ungewöhnliche Format (im Original noch höher) machen über den realen Bildausschnitt den realen Gegenstand dentlich. Vergleiche „Tisch“ im Stilleben des Barock.
     
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