M:O MUSEUM ONLINEACHTUNG: Sie befinden sich im Museum-Online-Archiv 1999. Die Inhalte dieser Seite sind unter Umständen nicht mehr aktuell.

Reutte im 17. und 18. Jahrhundert

 

Dass Reutte gerade im 18. Jahrhundert ein Zentrum der barocken Malkunst bildet, ist kein Zufall. Im folgenden Artikel finden sich historische Hintergründe und Zusammenhänge, die die künstlerische Entwicklung des kleinen Marktes plausibel machen.

Im 17. Jahrhundert hatten die Gipslager und die Messingverhüttung eine gewisse wirtschaftliche Bedeutung. Reutte war ein wichtiger Knotenpunkt im Salzhandel, in jener Zeit wurden jährlich rund 15.000 Salzfässer umgeschlagen.

Reutte war ein Anziehungspunkt für Gewerbetreibende und Handwerker, die durch den Reichtum, der durch den Salzhandel entstanden war, angelockt wurden.

Im 16. und 17. Jahrhundert wurde Reutte mehrere Male von kleineren Katastrophen heimgesucht, zum Beispiel dem Einfall der Schmalkalden und des Fürsten Moritz von Sachsen, sowie später einer Pestepedemie, die fast 40% der Außerferner Bevölkerung dahinraffte.

Im 18. Jahrhundert äscherten zwei Großbrände fast den gesamten Ort Reutte ein, was zur Folge hatte, dass die die Wirtschaftskraft Reuttes drastisch zurückging.

Besonders schlecht für den Wiederaufbau der Wirtschaft war die einseitige Spezialisierung; der Salzhandel geriet immer mehr ins Stocken, und nach dem Bau der Arlbergstraße anno domini 1780 wurde Reutte von Geschäftsleuten und Salzhändlern auf Grund des großen Umweges gemieden.

_______________________________________________________________________________________________

Home

English