BUNDESREALGYMNASIUM REUTTE
Am 15. September 1957 begann die erste Unterrichtsstunde am Privatrealgymnasium mit 27 Schülern und 2 Lehrern in Reutte. Die Eltern der Schüler mussten damals noch monatlich 200-300 Schilling Schulgeld bezahlen. Die ersten Stunden wurden im Hotel Tirolerhof" gehalten, da nirgendwo sonst ein Gebäude mit freien Räumen zu finden war. Später gewährte die Firma Plansee den inzwischen nun 68 Schülern in einer ehemaligen Baracke Unterkunft.
Da das Gymnasium eine Privatschule war, mussten alle SchülerInnen am Ende jedes Trimesters Prüfungen ablegen. Die Prüfer reisten von Landeck an, und alle Fächer wurden an einem Tag geprüft. Heute kann sich kein SchülerInnen mehr vorstellen an einem Tag mehr als eine Schularbeit zu schreiben, und damals... Am 31. Mai 1955 wurde der Schule das Öffentlichkeitsrecht verliehen, und somit war das Problem mit den vielen Prüfungen an einem Tag abgelegt. Für sechs SchülerInnen war der 4. Juli 1958 ein besonderer Tag, denn da wurde die erste Reifeprüfung an unserer Schule abgelegt.
Am 23. Mai 1959 eröffnete das Gymnasium einen neuen Ausbildungszweig, die Metallurgie. Bis zum Schuljahr 1966/67 blieb der Metallurgiezweig eine reine Männerdomäne, dann trat das erste Mädchen einer Metallurgieklasse bei. Diesen besonderen Schulzweig, der fünf Schuljahre dauerte, bei dem man mit Matura und großen Fachkenntnissen auf dem Gebiet der Metallurgie abschloss, gibt es heute nicht mehr. Jetzt gibt es den Technischen Zweig", der vier Jahre lang dauert und große technische Fachkenntnisse vermittelt. Mädchen gibt es jedoch auch heute in den technischen Klassen nur wenige. Am 11. September 1967 fand der Unterricht zum ersten Mal im neuen Schulgebäude statt.
Derzeit unterrichten etwa 80 Lehrer unter der Leitung von Herrn Mag. Günther Glatz am Bundesrealgymnasium Reutte.
An unserer Schule wird sehr viel gearbeitet, das merkt man nicht nur an unseren, im ganzen Bezirk und weit über die Bezirksgrenzen hinaus, bekannten Projekten, sondern auch am Schulklima, das sicherlich als sehr gut bezeichnet werden kann.
Als erstes Projekt möchten wir Fun & Friends" erwähnen: OberstufenschülerInnen und LehrerInnen arbeiten zusammen, um Unterstuflern das Leben an der Schule und vor allem den Einstieg zu erleichtern.
Da gibt es noch das Projekt Theresienstadt" und die Albanienhilfe, in Verbindung mit dem Jugendrotkreuz. Es werden ein Flüchtlingscamp, eine Krankenstation und eine Schule in Albanien betreut und mit verschiedenen Veranstaltungen ( Buffets, Basare,....) wird fleißig gespendet. Bei dem Projekt Theresienstadt" geht es um die Betreuung eines Flüchtlingslagers in Prag.
Auch noch neben diesen Projekten bleibt Zeit für das Lernen mit Herz, an der Schule, SchülerInnen und LehrerInnen zusammen. So legte die jetzige 4a und 4c letztes Jahr mit ihren Biologielehrern einen Gemüse-, Kräuter- und Zierpflanzengarten an. An unserer Schule wird immer versucht den Lernstoff praktisch näherzubringen. Wir haben zum Beispiel letztes Jahr Sauerkraut gemacht, vom Krautköpfe kaufen, über die Gärzeit, bis hin zum Kochen haben wir alle Stationen des Sauerkrautherstellens durchlebt. Die Parallelklasse stellte Bier her.
Auch der Schulsport ist an unserer Schule sehr wichtig, jedes Jahr finden für die zweiten und vierten Klassen Schikurse in Saalbach oder in Warth am Arlberg statt, zwei der schönsten Schigebiete Österreichs.
Den gesellschaftlichen Höhepunkt im Außerfern bietet jedes Jahr am 5. Jänner der Gym-Ball", der von den Maturanten organisiert wird. Heuer konnte der 30. Gymball unter dem Motto Summer of 69" gefeiert werden. Unser Direktor war auch schon beim ersten Gymball dabei.
Das war jetzt etwas Geschichte und Gegenwärtiges über unsere Schule. Und mögen manche auch über unsere Schule schimpfen, sind sie entweder nur neidisch oder tief in ihrem Herzen richtige Gymler"?!