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Der "Vater der documenta",
Arnold Bode, kam 1964 auf die Idee des "multiple", des seriell herstellbaren
Kunstwerkes. Mit Werkstoffen wie Holz, Stein oder Bronze war der Anspruch auf größere
Verbreitung kaum zu erfüllen, wohl aber mit Porzellan. Firmenchef Philipp Rosenthal griff
die Anregung auf, weil er der Porzellan-Skulptur zu einer Renaissance verhelfen wollte.
Namhafte Künstler versuchten sich seither in Porzellan. Eines der technisch
anspruchsvollsten Kunstobjekte ist die organische Spirale, die Marcello Morandini 1993
entwarf. Das flüssige Porzellan kam in Gipsformen, die in Selb 100mal gegossen und
gebrannt wurden. |
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