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Der Österreicher Gustav Klimt, 1862 als
Sohn eines Goldschmiedes geboren, gilt als Hauptvertreter des Wiener Jugendstils. Anfangs
der akademischen, klassischen Tradition verpflichtet, wandte er sich 1897 von der Malerei
des Historismus ab und war Mitbegründer der Wiener Secession, die er aber 1905 wieder
verließ. Seine kurvig ornamentale Linienführung und die symbolistische, vielfach
erotisch geprägte Thematik kennzeichnen seine Werke. Die Frauenporträts stehen vor
abstrakten, oft mit Spiralen verzierten Ornamentformen; Gold und fein gebrochene Farben
bilden den dekorativen Hintergrund. Im "Lebensbaum" macht Klimt das Motiv der
Spirale sogar zur Hauptattraktion seines Gemäldes. Der Künstler des Fin de siècle starb
1918 und beeinflusste Maler wie Egon Schiele und Oskar Kokoschka entscheidend. |
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