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John Maine, USA,
Maria Auböck, A,
János Kárász,
Rudolf Stockinger, A,
Leo Gstrein, A,
Jürgen Thünemann A, Susanne Staller, A.
Neulandplanung

Pflegekonzept des
niederösterreichischen Landschaftsfonds
Die traditionelle Kulturlandschaft im Bereich des Symposions Lindabrunn
soll wiederhergestellt werden.
Die Motivation:
Die Hutweide am Gaisberg" ist eine alte, selten gewordene
Kulturlandschaftsform, die als solche wieder genutzt werden sollte (Kulturlandschaft)
Ihre Vegetationsbestände, die durch Jahrhunderte der Weidenutzung
entstanden sind, gehören zu den stark im Rückgang befindlichen Trocken- und
Halbtrockenrasengesellschaften (Naturschutz)
Die optische Ensemblewirkung der im Gelände errichteten Steinskulpturen
kommt nur in einer offenen Landschaft zu Geltung (Kunst)
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| Pilotprojekt Für das Symposion gilt in Zukunft, dass eines der
Standbeine im öffentlichen Raum fußt. Die Arbeitsweise wird sich grundlegend von der
bisherigen unterscheiden müssen: Produktionsrituale auf Symposionsart werden nur mehr ein
Teil der internen Kommunikation sein, das größere Produktionsfeld liegt aber im
Erforschen der Voraussetzungen im öffentlichen Raum und das Entwickeln von
Zusammenarbeitsmodellen mit allen involvierbaren Institutionen und Personen.
Zunächst werden Leitprojekte entwickelt, anhand eines konkreten Ortes zum Thema Verkehr:
Thema
Verteilerkreis - Kreisverkehr
Verkehr, Verkehrsnetze, Verkehrsknoten
In einer Zeit, da allerorts Begriffe wie Crossing" und
Vernetzung" zum Standardsprachrepertoire gehören, beginnt das Verschwinden der
letzten Bastionen des echten Nervenkitzels: Die Kreuzung
Wer am Land lebt oder gelebt hat, der kennt das fiebrige Aufeinanderzurasen auf einer
Kreuzung, um als Sieger oder Verlierer die Wegscheide zu verlassen.
Nun nimmt man uns die Gefahr und errichtet Kreisverkehre, um uns vor uns selbst zu
schützen, wird gesagt. Das Crossover" lässt uns zunächst im Kreis fahren,
gegen den Uhrzeigersinn (zumindest am europäischen Festland), um uns dann gezähmt, immer
nur rechtsabbiegend, wieder ins Netz auszuspeien.
Sicherheitsästhetik
Die Form der Kreisverkehrslösung weist auf ein komplexeres System des Sicherheitsdenkens
in unserer Gesellschaft hin. Das Vermeiden des Blickkontaktes, die Einengung des
Blickwinkels als Regulierung etc., das sind Strategien einer Unterwanderung des
Bewusstseins zur Eigenverantwortlichkeit. Argumente der Sicherheit paaren sich mit dem
Bedürfnis nach ungehinderten Bewegungsabläufen. Was sich in den Weg stellt, ist
grundsätzlich Gefahr und Zumutung in einem.
Das Symbol Kreuzung" wird abgelöst vom Symbol
Spirale".
Anstoß
Hier sollte nachgedacht werden, wie zum Beispiel mittels
ästhetischer Eingriffe der Verteilerkreisverkehr geregelt werden kann (auch im Hinblick
auf das Errichten von Barrieren), die den Urinstikt für klassische Kreuzungssituation
stimulieren. Der Kreisverkehr als ästhetische Insel, umbrandet von gerichteter Bewegung -
das Auge des straßenbefahrenden Volkes. |
Gesucht sind:
Straßenverkehrsordnung, rechtliche Grundlagen, verkehrstechnische
Fragen.
- Wissenschaftliche Bearbeitung:
a) soziologisch,
b) ästhetisch,
c) interdisziplinär mit den Künsten,
d) Realisationsstrategien.
Kooperation mit Herstellern.
1. Projekt (Pilotprojekt)
Zusammenarbeitsmodell Symposion Lindabrunn, Kunsthalle Stahlwerk
Berndorf sowie Universitäten, Straßeneigner und Errichter. Gemeinde- und
Landesorganisationen. Bundesstraßenverwaltung.
Objekt:
Verteilerkreis Leobersdorf, Abfahrt A2 Richtung Süden.
Dieser Verteilerkreis soll als erster umfassend bearbeitet werden:
Situation:
Die Region gehört zu den sterbenden Gebieten der metallverarbeitenden
Industrie, hat aber in den letzten Jahren wieder an Boden gewonnen. Beispiele:
Buntmetallindustrie Caro-Enzesfeld; Edelstahl und andere HiTech Ansiedlungen am
Industriegelände der Berndorf AG. Diese Gegend hat auch industriegeschichtlich einiges zu
bieten (ehem. Kruppwerke).
Verteilerkreis:
Er liegt an der Autobahn, auch als Treffpunkt für Pendler, nahe einem
Pendlerparkplatz. Er verbindet westlich die Landesstraßen in die Industrieareale
Enzesfeld und Berndorf, im Triestingtal, sowie östlich Leobersdorf und Wiener Neustadt
Nord.
Text: Tomas Hoke, Auszug aus dem Konzept öffentliche
Kunst und Symposion Lindabrunn" |
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