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Johann Ladner (1707-1779)
Ein spätbarocker Bildhauer aus dem Paznaun


Johann Ladner wurde 1707 in Kappl geboren. Seine künstlerische Laufbahn begann zunächst mit einer Lehre als Maurer, Steinmetz und Steinbildhauer. Nach seiner Lehre ging er auf Wanderschaft. Hierbei wird er 1730 im badischen Ort Inzlingen archivalisc greifbar. Die Nepomuk-Statue beim Wasserschloss in Inzlingen, die mit 1731 datiert ist, steht in einem engen Zusammenhang mit der Ausbildung. 1735 kehrt der inzwischen verheiratete Ladner nach Tirol zurück. In Bludenz entstand 1735 mit der steinernen Nepomuk-Figur für den dortigen Stantbrunnen eines seiner Hauptwerke.Gemeinsam mit dem in den 50er Jahren errichteten Grabmal des Kuraten Schmid in der Kappler Pfarrkirche zählt sein steinbildhauerisches Werk zu den überregionalen interresantesten Aspekten des Künstlers.

 

  Seit 1737 war Laner in Kappl ansäßig. Fortan schnitzte der Bildhauer seine Werke fast ausschließlich in Holz. Zu seinem Frühwerk ist der Kalvarienberg in Mathon zu zählen (1742). Ab 1750 entstehen dann eine reihe bekannter Werke, die Ladner am Höhepunkt seines Schaffens zeigen: Kappl (Grabmal Schmid, Kappler Juden, Kreuzigungsgruppe an der Kirchenaußenwand), Ischgl (Klavarienberg, Pieta), Galtür (Ältere in der Pfarrkirche). Zahlreiche einzelfiguren im Paznaun, im Vorarelberger Oberland sowie der Klavarienberg im Samnaun ergänzen das umfangreiche werk. Es gibt kaum einen zweiten Künstler, der eine Gegend derart markant geprägt hat, wie Johann Ladner. Ladner starb am 11.Juni 1779