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Techniken der Comiczeichnung

Modell Sheet von Lovorka
Techniken der Comiczeichnung

Zeichenmaterialien            

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© Andreas Joska

Die Gestaltungsmöglichkeiten im Comic sind vielfältig und variieren von Zeichner zu Zeichner.

Am häufigsten wird Tusche und Pinsel benutzt um Konturen zu zeichnen. Andere Optionen sind die Feder, der Tuschestift, der Filzstift oder der Fineliner.

Der Pinsel wird am häufigsten benutzt, weil sein Strich am lebendigsten wirkt. Um Rahmen und Sprechbasen zu zeichnen wird meistens ein Tuschestift benutzt, weil sein Strich gleichmäßig ist. Doch bevor man zu zeichnen beginnt, benötigt man ein Script.

In der heutigen Zeit ist es üblich, daß das Script, die Schrift, die Bleistift- und die Tuschezeichnung von verschiedenen Personen gemacht werden.

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© Andreas Joska

Das Script

Es beinhaltet sehr genaue Informationen über den Inhalt jedes Panels, das Aussehen der Figuren, die Texte in den Sprechblasen, u.s.w. Im Script werden alle Worte, die im Comic fett geschrieben werden sollen, unterstrichen. Für ein Script muß sich der Autor eine Geschichte überlegen, die er dann in einzelne Szenen "zerbricht". Diese Szenen, die als Einzelbilder abgebildet werden beschreibt er dann im Script. Er muß dabei unter anderem darauf achten, daß ein Gag nicht durch die Anordnung der Panels "zerhackt " wird.

Bleistiftzeichnung

Bevor man mit der Bleistiftzeichnung beginnen kann, muß man das Seitenlayout und den ungefähren Inhalt der Panels erst vorzeichnen. Diese rauhen Skizzen, "Scribbles" genannt, bestehen oft nur aus ein paar Strichen, die dem Zeichner als Gedächtnisstütze dienen sollen.

Danach Kann man die eigentliche Vorzeichnung anfertigen. Wichtig dabei ist, daß das Original immer um 50% längere Seiten haben muß als die Reproduktion haben soll, da durch die Verkleinerung Ungenauigkeiten verschwinden und die Zeichnung präziser wird. Wenn der Zeichner die Tuschearbeit selbst übernimmt muß die Vorzeichnung nicht so genau sein, wird diese Arbeit von einem anderen Zeichner vorgenommen, sollte die Bleistift- mindestens so genau wie die Tuschezeichnung sein.

Im Aufgabenbereich des Zeichners liegt auch der Entwurf der Charaktere die je nach Art des Strips verschiedene Anforderungen erfüllen müssen. Die Proportionen der Figuren variieren. Während Superhelden über siebeneinhalb Köpfe groß sind, sind viele Charaktere aus funny Strip nur drei bis vier Köpfe hoch.

Tusche

Die Aufgabe des Tuschezeichners ist es die Bleistiftzeichnung mit Tusche nachzuziehen. Das mag einfach klingen, doch ist es im Druck nicht möglich Grauabstufungen zu reproduzieren. Darum muß der Tuschezeichner die Schatten mit Schraffuren nachvollziehen. Korrekturen werden mit Deckweiß vorgenommen.

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                                                                                                    © Andreas Joska

Lettering

Die Schrift in den Comics ist meistens in Blockbuchstaben und wird mit Feder, Tuschestift oder Marker gemacht. Der Schreiber Ist dabei verantwortlich für die Schrift, Sprechblasen, Textkästchen und oft auch Panel Borders. Er kreiert außerdem die Soundwords. Es gibt zwei Arten Sprechblasen zu machen. Die erste, und wahrscheinlich am häufigsten gebrauchte, Art ist die Sprechblasen nachträglich einzusetzen, doch ist es auch möglich den Text auf ein Stück Papier zu schreiben dieses in der gewünschten Form auszuschneiden und aufzukleben. Eine sehr wichtige Aufgabe ist außerdem die Überlegung für die Anordnung der Sprechblasen, daß der Leser in der richtigen Reihenfolge liest.

Gestaltungsmöglichkeiten

Um Bewegungen darzustellen werden entweder Echos oder Speedlines (für schnellere Bewegung) benutzt. Zeitabläufe können mit den Abständen zwischen den Panels verlängert oder verkürzt werden. Die Größe der Bilder kann den Betrachter genauso beeinflussen, wie das Fehlen der Panel Borders. Die Form der Sprechblasen kann auch dazu beitragen.

Zusammengefasst von Andreas Joska (Comiczeichner)