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Max Liebermann

 

Die großbürgerliche Welt der Jahrhundertwende prägte das Werk Max Liebermanns, der mit seinem Schaffen der Jahre 1900 bis 1918 zum bekanntesten Vertreter des deutschen Impressionismus wurde: Szenen aus den Biergärten und Stadtcafés, die sogenannte feine Gesellschaft und ihre Freizeitvergnügen wie Aufenthalte am Meer, Polo und Tennis widerspiegeln das moderne Lebensgefühl einer glanzvollen Epoche des wirtschaftlichen und kulturellen Aufbruchs, an der das jüdische Großbürgertum maßgeblichen Anteil hatte.

 'Nicht besser, nicht schlechter, nur anders', urteilte Max Liebermann, als er seine Bilder bei einer Ausstellung gemeinsam mit Werken französischer Impressionisten präsentierte. Max Liebermann besaß eine umfangreiche Sammlung französischer Impressionisten: Zahlreiche Bilder Manets, Werke von Degas, Cézanne, Renoir, Pissarro, Daumier, Monet hingen in seinem Haus am Pariser Platz nächst dem Brandenburger Tor in Berlin und in seiner herrschaftlichen Villa am Wannsee. Sie wurde wie auch sein eigenes Werk nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in alle Welt zerstreut. Er sah sich in seinem Wirken und Ansehen als Künstler am Ende seines Lebens durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten mit einem Mal als Ausgestoßener und Verfemter.

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