Der Basaltsteinbruch Weitendorf Zurück nach oben

 

Achat (anpoliert), Weitendorf bei Wildon

Einzuordnen ist der Basaltsteinbruch Weitendorf in die Zeit vom älteren, miozänen Vulkanismus. Im vorigen Jahrhundert wurde erstmals die Staukuppe zur Gewinnung von Baumaterial und Pflastersteinen genützt. Heute ist ein großer, in die Tiefe gehender Steinbruchbetrieb etabliert, in dem das Gestein - im petrographischen Sinn ein Shoshonit - in erster Linie zur Asphaltmischgut-Erzeugung abgebaut wird.
Der Weitendorfer Steinbruch ist aber auch seit vielen Jahren für Generationen von Mineraliensammlern und Wissenschaftlern ein sehr ergiebiger Fundort von mannigfaltigen Blasenhohlraumbildungen . Leider wurde von der Betriebsleitung ein generelles Sammel- und Begehungsverbot erlassen.

Opal-CT ("Fiederchalcedon"), Weitendorf bei Wildon

Quarz auf Aragonit sowie Calcit auf Quarz, Weitendorf bei Wildon

In den Blasenhohlräumen (u.a. auch Drusen und Geoden), die nicht selten Durchmesser von mehreren Dezimetern erreichen, findet man Carbonate, SiO2-Modifikationen, Tonminerale, Sulfide, Zeolithe und mitunter auch andere Mineralien. Verbreitet sind verschieden gefärbter und ausgebildeter Calcit, honigbraune, bis 10 cm lange Stengel von Aragonit, nicht selten von grauem Chalcedon und / oder Quarzkristallrasen überzogen bzw. besetzt. Neben farbosen Bergkristallen kommen auch Drusen mit blaßviolettem Amethyst vor. Bei den bräunlichgelben, stets zusammen mit Sepiolith auftretenden Quarzkristallen handelt es sich um keine echte Citrine.

 

Auf Chalcedon, der zum Teil schön gebändert als Achat vorkommt, oder anderen Mineralen auflagerd, findet man mitunter Schichten von Opal-CT (früher "Lussatit" oder "Cristobalit-Opal"), der durch ein intensives Blau ausgezeichnet sein kann. Befinden sich auf so einer blauen Opal-CT-Oberfläche noche "aufgestreute" kleine Pyrit-Kristalle, dann spricht man in Sammlerkreisen vom Begehrten "Weitendorfer Sternenhimmel". Bräunlichgrauer Opal-CT, Hyalit und ein Opal mit deutlichem Farbenspiel (wahrscheinlich kein echter Edelopal) sind selten. Vielfach sind die genannten Mineralien von überwiegend grünlichen Tonmineralkrusten belegt.

Aragonitsonne, Weitendorf bei Wildon

 

 


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