Der Nephelinbasanit - Steinbruch von Klöch Zurück nach oben

 

Den nördlichen Teil des Klöcher Vulkangebietes bildet der Kindsbergkogel, ein Aufschüttungskegel aus Schlacken und Tuffen mit basalterfüllten Radialspalten. Im südlichen Teil erstreckt sich ein Kesselkrater (Caldera), der mit festem Nephelinbasanit sowie einigen dazwischengeschalteten Schlacken- und Tuffhorizonten erfüllt ist. Im Bereich des festen Gesteins wird der Steinbruch betrieben. Dieses Vorkommen wurde eine eigene Monographie gewidmet (Taucher und Mitarbeiter, 1989).

Steinbruch Klöch mit Blickrichtung Süden

Tetranatrolith auf Phillipsit, Klöch

Vor allem den in den Blasenhohlräumen auftretenden Mineralbildungen wird breiter Raum mit einer umfassenden Fotodokumentation geschenkt. Mit den Mineralen der xenolithischen Einschlüsse bzw. den durch Pyrometamorphose und Stoffassimilation entstandenen Umwandlungsprodukten hat sich vor allem H. Heritsch beschäftigt. Da zur Zeit Funde von Blasenhohlräumen, gefüllt mit Zeolithen und Carbonaten, kaum möglich sind, schenkt man nun vereinzelt auch auf Sammlerseite den eher unattraktiven Fremdgesteinseinschlüssen mehr Augenmerk. Zur Zeit sind rund 90 Mineralarten aus Klöch bekannt. Eine detaillierte Beschreibung ist daher an dieser Stelle nicht möglich, vielmehr können nur die für dieses Vorkommen typische Minerale und einige Besonderheiten Erwähnung finden. Alle übrigen Mineralphasen werden analog der chemischen Systematik aufgezählt. In Sammlungen häufig zu finden sind: Verschieden gefärbte Calcitkristalle in mehreren Tracht- und Habitusausbildungen, ebenso Aragonit in bis einige cm langen, farblosen Nadeln sowie die Zeolithe Phillipsit, Tetranatrolith und Thomsonit. Letztere Minerale erreichen höchstens Millimetergröße. Phillipsit tritt in mannigfaltigen Ausbildungsvarianten auf, meist in komplizierten Viellingen.


Der Tetranatrolith bildet häufig kugelige Aggregate, die in frischem Zustand transparent sind , bald danach bei Zimmertemperatur undurchsichtig weiß werden. Meist ist dieser mir anderen Vertretern der Natrolith-Gruppe verwachsen. Bei den früher als Gonnardit bezeichneten weißen bis cremefärbigen Kügelchen handelt es sich überwiegend um Tetranatrolith. Gonnardit ist selten nur als zonarer Bestandteil derartiger Kügelchen nachzuweisen. Thomsonit, ebenfalls in kugeliger Aggregaten, ist deutlich seltener als Phillipsit und Tetranatrolith, doch an seinem charakteristischen fettigen Glanz zu erkennen. Zweifelsfrei eine mineralogische Delikatesse sind pyrometamorph bzw. danach hydrothermal beeinflußte Kalkeinschlüsse, die seidenglänzende Kristalle von Thaumasit und Tobermorit-11A, zwei seltene Calcium-Minerale, führen. Der bemerkenswerteste Fund der letzten Zeit ist jener von kleinen blaugrünen Kristallen in einem Xenolith.

 


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