Was unser Sehen betrift, so erschienen die Erkenntnisse
darüber bis vorgestern sicher und einfach. Augen auf - und wir sehen. Längst
haben wissenschaftliche Bemühungen diese naive Sicht ins Wanken gebracht,
und man erkennt heute, dass das Sehen ein hochkomplizierter Vorgang ist. Ungefähr
ein Drittel unserer Gehirnarbeit wird zur Verarbeitung der einströmenden
visuellen Informationen gebraucht. Daraus geht hervor , dass das Auge zu den
meistbeschäftigten Sinnesorganen zählt und ganz wesentlich zu unserer
Orientierung in der Welt beiträgt
Da
Schon Descartes ahnte 1664, dass die Nervenstänge des Auges auf einer
relativ großen Fläche des Gehirns, der Cortex, enden. Dort stellen
sie quasi das Augenbild dar.