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Im Sommer des Jahres 1841 hütete einmal ein Hirte neben der Burg Finstergrün seine Schafe. Plötzlich sah er einige kleine Männlein aus der Burg herauskom-men. Dem Hirten fiel auf, dass die Männlein sehr seltsam gekleidet waren. Sie hatten kurze braune Hosen und leuchtend rote Strümpfe an. Auf dem Kopf tru-gen alle einen grünen Hut, auf dem sie eine gelbblaue Feder gesteckt hatten.
Der Hirte wollte wissen, wer diese Männlein sind und wohin sie gehen. Deshalb lief er ihnen nach. Als er sie eingeholt hatte, fragte er sie: "Wer seid ihr und wohin geht ihr?" Die Männlein antworteten ihm: "Wir sind Bergmännlein und gehen in ein anderes Dorf, weil in diesem hier bald ein großes Unglück geschehen wird." Als sie das gesagt hatten, verschwanden sie im Wald.
Der Hirte ging zu seiner Herde zurück und trieb sie nach Hause, weil es schon Abend war. Daheim erzählte er seiner Frau, was er erlebt hatte. Die glaubte ihm aber nicht und sagte: "Das hast du sicher nur geträumt."
Aber nach ein paar Tagen stellte es sich heraus, dass der Hirte nicht geträumt hatte. Denn ein schrecklicher Waldbrand verwüstete das ganze Dorf.
Vorlage: Lungauer Sagenbuch
Bearbeitet und illustriert von Lisa Jesner
VS Ramingstein, 4. Klasse, März 1998 |