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Das Schillergymnasium
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Von der Klosterschule zum Bundesgymnasium Schullogo.gif (41686 Byte)

Die Klosterschule Die endgültige Errichtung des Gymnasiums
14.März 1863 Die alte Schule
1938 Hofrat Franz Höllerschmid
Dr. Otto Riether Neubau

Um 1000 gab es in St. Pölten ein wohlfundiertes, reguliertes Augustiner - Chorherrenstift. Die Existenz des Klosters belegt gleichzeitig auch die Existenz einer klösterlichen Bildungsstätte, in der namentlich der Klosternachwuchs seine humanistische, aber auch seine theologische Ausbildung erhielt. Im Jahre 1540 ist in St. Pölten ein Mag. Georg Gregorius nachweisbar, der neben der lateinischen auch eine "teutsche schuel" geleitet hat. In den darauffolgenden Jahrhunderten gab es neben der alten Lateinschule, eine auch eine private protestantische Schule. 1675 gab es die ersten Bemühungen ein Gymnasium unter der Leitung des Jesuitenordens zu errichten. Es scheiterte schlussendlich an finanziellen Mitteln. Erst 1785 sollte der Traum eines Gymnasiums in St. Pölten in Erfüllung gehen. Das in Melk errichtete stiftliche Gymnasium wurde auf den breiten Markt (Rathausplatz) nach St. Pölten verlegt. Das Gymnasium umfasste fünf Klassen, in denen Grammatik, Rhetorik, Poesie und Griechisch gelehrt wurde. 1798 gab es eine Höchststand von 76 Schülern. 1804 wurde es aber wieder nach Melk zurückverlegt.

Die endgültige Errichtung des Gymnasiums

Obwohl bisher alle Versuche, ein Gymnasium zu errichten gescheitert waren, gab man die Bemühungen nicht auf. Als nun die Kreisstätte Krems und Wiener Neustadt darangingen beim Landtag um die Errichtung von Oberrealschulen aus Landsmitteln einzukommen, schloss sich auch St. Pölten an. Der Antrag wurde in der Landtagsitzung vom 14. März 1863 positiv erledigt.Die Ernennung der Lehrkräfte und ihre Besoldung sollte vom Land, die Bereitstellung der Lokalitäten und Lehrmittel durch die Stadt geschehen. Am 14. Oktober 1863 wurde die neue Mittelschule feierlich eröffnet und am 19. Oktober in der "alten Schule" (Rathausplatz 6) und im Pirkohaus (Schießstattpromenade 3) der Unterricht mit 127 Schülern und drei Klassen aufgenommen. Um eine sechsklassige Oberrealschule zu errichten, musste man ein geeignetes Gebäude finden. Ende 1863 einigte man sich auf den Platz in der Stadelgasse (heute Schulgasse) gegenüber dem Haus des Hauptmanns von Fuchs. Die Pläne wurden vom Landesingenieur augearbeitet, die Grundsteinlegung fand am 23. April 1864 statt. Am 24. Juni 1865 erhielt das neue Schulgebäude durch den Domprobst Franz Werner die kirchliche Weihe. Am 4. Mai 1864 wurde der Umbau der drei unteren Klassen der Realschule in ein vierklassiges Realgymnasium bewilligt und die Erlaubnis zur Eröffnung der ersten Klasse der Oberrealschule mit Beginn des Schuljahres 1864/65 gegeben. Der starke Schülerandrang (80 Schüler in die 1. Klasse) bedingte eine Teilung in Parallelklassen, der Lehrkörper bestand aus dem Direktor, 8 wirklichen und 3 weiteren Lehrern. Den höchsten Stand erreichte die Anstalt 1872 mit 217 Schülern. Mit Beginn des Schuljahres 1879/80 wurde die fünfte Klasse des Obergymnasiums eröffnet und mit Erlass des Ministeriums von 30. Dezember 1882 der Anstalt auch für die obergymnasialen Klassen das Öffentlichkeitsrecht sowie das Recht zur Abhaltung von Maturitätsprüfungen und zur Ausstellung staatsgültiger Zeugnisse erteilt. 1921 ging das bisherige Landes-Real- und Obergymnasium in die Verwaltung des Bundes über und der realgymnasiale Zug wurde auch auf die Oberstufe ausgedehnt.

Der Umbruch des Jahres 1938 zog auch das St. Pöltner Gymnasium in Mitleidenschaft. Das Realgymnasium wurde zur Oberschule für Jungen umgewandelt. Der bisherige Leiter, Hofrat Franz Höllerschmid (1934-1938), und der seit 1915 an der Anstalt wirkende Religionsprofessor Dr. Johannes Triebl (gestorben 1959), wohl die geistesgewaltigste und profilierteste Persönlichkeit des Lehrkörpers, wurden enthoben, die Führung der Anstalt übernahm Prof. Fritz Trathnigg. Nach dem Ende des Krieges, der in den letzten Tagen auch dem Schulgebäude arg zusetzte, begann Prof. Dr. Ferdinand Brunner unter schwierigsten Umständen noch im Sommer 1945 mit dem Unterricht und übernahm auch die Leitung der wieder zum "Bundes-Gymnasium und Realgymnasium" gewordenen Anstalt. Die Amtszeit des früh verstorbenen Direktors Dr. Otto Riether (1947-1955) brachte schließlich dem St. Pöltner Gymnasium den so sehr benötigten repräsentativen Neubau (siehe Foto). Die Schule übersiedelte vom Schillerplatz in die Josefstraße 84, behielt aber den Namen "Schillergymnasium". Im Jahre 1977 fand noch ein weiterer Umbau statt, der zum derzeitigen Aussehen der Schule führte.

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