
Da unsere Großeltern am Land lebten, und ihre Eltern meist Bauernhöfe
besaßen, wurden sie in das Arbeitsleben am Hof integriert. Die Buben
mußten Tiere hüten, und die Mädchen wurden im Haus gebraucht.
Deshalb wurde in den Schulen öfters um "Sommerbefreiung" angesucht.
So kam es vor, daß in manchen kleinen Bergschulen der Unterricht
im Sommer aufgrund Schülermangels ausfallen mußte.
Unsere Großeltern hatten meist einen Schulweg von mehreren Stunden, und es war ihnen oft nicht möglich ihre Hausaufgaben zu machen. Für Lehrer sehr schwierig in Klassen von bis zu 100 Schülern, die dort Gesamtunterricht erhielten, zu unterrichten. Der Lehrplan beschränkte sich auf das Trivium:
Das Wort Disziplin wurde natürlich auch schon zu Omas Zeit groß geschrieben. Disziplin war sehr wichtig und wurde streng eingehalten. Es gab die verschiedensten Bestrafungswerkzeuge, z.B.: Eselsbank, Patzenstaberl, Scheiterknien.
