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Arnold Schönberg
( 1874 - 1951)
Schönberg wurde 1874 in eine Zeit der Erfindungen und
Entdeckungen geboren. Der aus ärmlichen Verhältnissen
stammende Künstler fügte sich genaugenommen sehr gut
in diese Zeit, denn auch er betrat Neuland, musikalisches
Neuland.
Schönberg ließ seinen rauhen Charakter in seine Musik
Trotz aller Kritik war jedoch klar, dass man es mit einer
außergewöhnlichen Persöhnlichkeit zu tun hatte. Schönberg
veränderte seinen Stil ließ sich aber nicht zwingen, sich dem
wiener Geschmack unterzuordnen.
" Ich habe nicht aufgehört, das gleiche und auf die gleiche
Art zu komponieren , (...) der Unterschied ist nur, dass ich es
heute besser mache, konzentrierter, reifer."
Aber auch diese Konzentration verschaffte ihm nicht den
Tatsächlich ließ sich Schönberg, dessen Lehrtätigkeit
ebenso umstritten war, wie seine Kunst, von seinen Schülern,
zu denen er Persönlichkeiten wie Alban Berg oderAnton von
Webern zählen konnte, versorgen. Das bereitete ihm keinerlei
Skrupel, denn "schließlich war er ja brillant".
Er hätte eine Wiederaufnahme des Mäzenentums sehr geschätzt.
Da seine Musik keine Anerkennung fand, wandte er sich der
Malerei zu.
Doch eine düsteren, pessimistischen und natürlich radikalen
Bilder ( es ist anzunehmen, dass sie psychotherapeutische
Bedeutung hatten ) beendeten seine Geldsorgen nicht. Eine
Kunstkritikerin fand die Bilder z.B: " sehr malerisch, sehr stark
aber ebenso beängstigend (...) nicht mehr Bilder, sondern
wilde Bekentnisse einer gepeinigten Seele"
Sie war beeindruckt, aber nur wenige, v.a.Künstler, teilten ihre Meinung.
" Im Kunstsalon Heller die Schönbergschen Bilder gesehen.
Talent unverkennbar ", schrieb z.B: Arthur Schnitzler 1910 in
sein Tagebuch.
Letztendlich blieb Schönberg aber ein Hauptakteur jener
wiener Kunstszene, die man nach Möglichkeit übersah.
Er starb, nachdem er vor Hitler fliehen musste, 1951 in Amerika.