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TYPISCHE MERKMALE DES EXPRESSIONISMUS

Expressionismus ist ein in jeder Hinsicht vielschichtiger und offener, kaum präzise zu definierender Begriff. Er blieb aber keineswegs auf die bildende Kunst beschränkt, auch wenn seine Bedeutung und sein Einfluß auf keinem anderen Gebiet so hoch einzuschätzen sind. Expressionistischer Ausdruckswille findet sich auch in der Literatur, in Schauspiel, Bühnenbild und Tanz, im Film und in der Architektur. Von einem einheitlichen, von typischen Merkmalen geprägten expressionistischen Stil kann eigentlich nicht gesprochen werden.

Der Expressionismus scheint der Ausdruck des Lebensgefühls einer jungen Generation zu sein, die sich lediglich einig war in ihrer Ablehnung gesellschaftlicher und politischer Strukturen.

  • Die Maske ist (v. a. für den belgischen Maler Ensor) Symbol der Verstellung, Lachen Ausdruck des Lächerlichen, grellfarbene Kostüme als Sinnbilder der Eitelkeit
    Figuren Ensors: meist statt Augen dumpfglotzende Höhlen, gesichtslose Wesen = unfähig zu sehen und zu erkennen, stark nur in der Masse

James Ensor (1860-1944), "Die sonderbaren Masken".
1892. Brüssel, Musée d'Art Moderne.

  • Der Norweger Munch zeigt Opfer dieser Gesellschaft(entwurzelte,haltlose Wesen).

Edvard Munch (1863-1944),"Roter Wildwein".
1900. Oslo, Munch-Museet.

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