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Einfluß der Dreierbeziehung zwischen R. Gerstl, A. Schönberg und dessen Frau Mathilde


Erste Begegnung zwischen Gerstl und Schönberg fand im Jahre 1906 statt. Nachdem sich Schönberg bei Gerstls Lehrer Heinrich Helfer nach dessen Malkompitenz erkundigt hatte, malte Gerstl zuerst ein Portrait von Schönberg und dann eines von Mathilde und Tochter Gertrud.

Schönberg selbst kommt durch Gerstl zur Malerei. Gerstl meint später, daß er durch Schönbergs Malerei neu inspiriert wurde. Erste Datierung auf einem Gemälde von Schönberg stammte vom Jahre 1908.

Mit der Zeit wird das Verhältnis zwischen den beiden und Schönbergs Familie immer besser. Gerstl wird zum ständigen Begleiter von Mathilde Schönberg bei musikalischen Veranstaltungen ; Schönberg weis davon.

1907 verbringen Gerstl und die Schönbergs gemeinsam die Sommermonate in Traunstein. Dort wird aus der freundschaftlichen Beziehung ein Liebesverhältnis zwischen Gerstl und Mathilde Schönberg. Schönberg bekommt von dieser Affäre schon früh etwas mit.

Ein Jahr später, im Sommer 1908, kommt es zum Eklat : Schönberg überrascht seine Frau und Gerstl beim Liebesspiel. Schönberg reist sofort nach Wien zurück. Monate später verschwindet Gerstl mit Mathilde Schönberg nach Gmunden.

Schönberg fährt mit einem Freund nach Gmunden nach und findet dort seine Frau Mathilde bei Gerstl vor.

Aufgrund der gemeinsamen Kinder, bleibt das Ehepaar Schönberg zusammen.

Folgen dieser Dreierbeziehung:

Gerstl hatte eine schwere Krise, die bereits während der Liebesbeziehung anfing. In der Nacht vom 4. auf den 5. November 1908 stirbt Gerstl durch einen makaberen Selbstmord:

Er erhängt sich vor einem Spiegel, durchbohrt von einem Messer.

Schönberg dachte ebefalls an Selbstmord, den er beinahen ausgeführt hätte. Von 1908 bis 1913 arbeitete er an der Volksoper "Die glückliche Hand", die bei genauerer Betrachtung ein Drama mit Musikuntermalung wurde. Dieses Musikstück reflektiert kaum verhüllt jenen Schock, der das Verhältnis zwischen Gerstl und Mathilde in Schönberg ausgelöst hat.


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