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Soziales Umfeld und Biographien der Künstler

Biographien über...

Die Zeit der Jahrhundertwende

Die Wiener Sezession |  Jugendstil | Die Wiener Stadtbahn

Wir gehen vom Zweck aus

Zur Zeit der Massenproduktion kam es zu einem starken Qualitätsverfall. Es kam zur Nachahmung der verschiedenen Stile. 1903 wurde die Wiener Werkstädte gegründet. Bereits die Wiener Secession (1899) hat den historischen Stil der Gründerzeit angegriffen. Die Künstler der Wiener Werkstädte strebten aber eine wirkliche Erneuerung der Kunst an. Sie sollte alle Lebensbereiche durchdringen. Die handwerkliche Qualität in Verbindung mit künstlerischer Gestaltung sollte wieder mehr in den Vordergrund rücken. Josef Hoffmann und Koloman Moser (k. u k. Professoren der Kunstgewerbeschule in Wien) formulierten dies im Arbeitsprogramm der Werkstädte. Die Künstler bevorzugten geradlinige Formen, rechtwinkelig und schlicht, dafür aber ernst und ästhetisch in der Ausstrahlung. Kein Lebensbereich sollte von der Kunst ausgelassen werden (Möbel, Schmuck usw.). Die Devise lautete dabei stets: "Wir gehen vom Zweck aus, die Gebrauchsfähigkeit ist unsere erste Bedingung..."

Die Wiener Sezession

Abbild des Ver Sacrum 1897 eröffnete die gegründete "Vereinigung bildender Künstler Österreichs Sezession" in der Wiener Gartenbau-Gesellschaft ihre erste Ausstellung. In der von dem Maler Gustav Klimt geführten Vereinigung heißt es, daß alle Werke bildender Kunst aufegnommen werden müssen. 1892 gründete man in München die später als Jungendstil bekannte Kunstauffassung "Sezession". Ihr Ziel war die Erneuerung der angewandten und bildenden Künste. Die Wiener Secessionisten gaben ab 1898 eine Zeitschrift mit dem Namen "Ver Sacrum" heraus. Sie soll den Kunstsinn der Bevölkerung anregen, wecken und verbreiten.

Jugendstil

Abbild des Ausstellungshauses von Olbrich Joseph Maria Olbrich war ein Mitbegründer der Sezession und erbaute das Ausstellungsgebäude am Wiener Getreidemarkt. Auch Otto Wagner (gestalltete auch die Wiener Stadtbahn) entwarf ein Postsparkassengebäude, welches besonders durch die Betonung der Sachlichkeit auffiel. Es wurde schließlich das Hauptgebäude des Jugendstils in Wien. Der Jugendstil brachte aber nicht nur in der Architektur und Baukunst Veränderungen, sondern schlug sich auch in der Literatur und Musik nieder. Typische Formen waren dabei geschwungene Linien, die sich die Formen von Pflanzen zum Vorbild nehmen. Er unterlag starken Einflüssen aus den verschiedenen Richtungen der Kunst (z.B aus der japanischen Farbholzschnittkunst). In London trug besonders der Zeichner und Architekt Arthur Mackmurdo, der in 1882 in London eine Werkstatt für Inneneinrichtung maßgeblich zu dessen Herausbildung bei. Durch regelmäßige Ausstellungen fand der Stil rasche Verbreitung, während in Europa die Zeitschrift "The Studio" die Ideen verbreitete, in den USA trugen zum größten Teil Plakate dazu bei. Ab 1910 ging diese Kunstrichtung langsam zu Ende, bis sie 1920 schließlich ganz von der Bildoberfläche verschwand.

Wiener Stadtbahn

Sie wurde bereits 1845 geplant, dann aber aus Kostengründen erst 1892 gebaut, da die Verkehrssituation untragbahr wurde. Der Jugendstil Architekt Otto Wagner wurde mit der Gestaltung der 30 Stationen beauftragt.