"GEBRAUCHSGRAFIK"
Dieser Sammelbegriff gilt für grafische Arbeiten, die im Gegensatz zur freien Grafik an der künstlerischen Durchformung und Gestaltung von Gebrauchsgut und damit an der Alltagskultur Anteil haben. Dafür setzten sich die Künstler der "Wiener Werkstätte" besonders ein.
Die Gebrauchsgrafik, die im Jugendstil große Bedeutung gewinnt, gliedert sich in drei Hauptgruppen:
- Schriftkunst: Zierschriften, Gestaltung von Drucktypen, Diplomen, Urkunden etc.
- Buchkunst: Schutzumschläge, Exlibris, Lesezeichen, Kalender, Kataloge etc.
- Werbegrafik: Schutzmarken, Warenzeichen, Signets, Plakate, Anzeigen, Prospekte, Geschäftsdrucksachen, Briefpapiere, Geschäftskarten, Rechnungen, Reklamemarken, künstlerische Verpackung etc.
- Amtliche Grafik: Postwertzeichen, Geldscheine
- Gelegenheitsgrafik: Glückwunsch- und Einladungskarten, Geburts- und Hochzeitsanzeigen, Visitenkarten
Plakate und Exlibris gab es auch schon in der Vergangenheit, aber noch keine Gesamtdarstellung des vielfältigen Gebietes.