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Gustav MAHLER


7.7.1860Geburt in Kalischt (Böhmen)
1876Entstehung seiner ersten Kompositionen
1880Beginn seiner Dirigentenlaufbahm in Bad Hall (OÖ)
1881-96Dirigent in Laibach, Olmütz, am Wiener Carl-Theater, Musikdirektor in Kassel, 2. Kapellmeister in Prag und Leipzig und 1. Kapellmeister in Hamburg
1897Berufung zum Direktor der Wiener Hofoper
1889Uraufführung seiner 1. Symphonie in Budapest
1907Lösung des Vertrages mit der Hofoper
1907Musikalische Leitung der New Yorker Metropolitan Opera
1911Durch einen schweren Herzfehler zur Rückkehr nach Wien gezwungen, wo er stirbt


Mahler hatte durch seine kompromißlose Hingabe an das Werk neue Maßstäbe als Operndirektor und als Dirigent gesetzt. Er führte die Sänger von routinemäßiger Schablone zu darstellerischer Leistung. Oft galt ihm darstellerische Ausgewogenheit mehr als rein stimmliche Perfektion.

Als Komponist wird Mahler der Spätromantik zugeordnet. Er hat in seinem symphonischen Werk absolute Musik, Programmusik und Folklore zusammengefaßt. Seine Tonsprache ist unverkennbar: die volkstümliche Melodik, die Bevorzugung der Marschrhytmik, die charakteristische Mischung von Dur und Moll, die Vorliebe für Vorhaltsbildungen und einige spezifische harmonische Verbindungen. Als weitere Gestaltungsprinzipien spielen Variation und Kontrapunkt eine bedeutende Rolle. Alle diese Eigenheiten bewirken einen Personalstil von außerordentlicher Prägnanz.

Gustav Mahler schrieb zehn Symphonien, wobei die letzte unvollendet blieb.

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