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Gustav KLIMT



1876-82 Besuch der Kunstgewerbeschule in Wien
1879 Tätigkeit bei dem Maler H. Makart (*1840, †1884)
1883 Eröffnung eines Ateliers für Wanddekorationen; Wandgestaltungen für Theaterbauten
1886-88Treppenhausbemalung des Wiener Burgtheaters
1897Begründer der Wiener Sezession mit J. M. Olbrich und Josef Hoffmann
1900-03Wandgestaltungen für die Neue Wiener Universität
1905-10Reisen durch Europa
1910Teilnahme an der Biennale in Venedig
1911Innendekorationen für J. Hoffmanns Palais Stoclet in Brüssel


Klimt, einer der wichtigsten Repräsentanten der Jugendstil-Malerei, schuf ein Werk, das aus der Spannung zwischen Figur und dekorativem Ornament lebt. Häufig gehen beide eine fast unauflösliche Verbindung ein wie in "Der Kuß" (1908, Wien, Österreichische Galerie) oder »Salome (Judith II)" (1909, Venedig, Gallerie Internazionale d'Arte Moderna). Dennoch bleibt das Spannungsmoment erhalten, das auch aus der Kombination von Elementen des Symbolismus und Jugendstils mit surrealen Komponenten erwächst. Klimts Kompositionen tendieren zu starker Flächigkeit; ornamentale und figurale Motive sind im wesentlichen auf einer Bildebene vereint. Für Klimts Frauenfiguren ist eine dekadent-morbide Erotik charakteristisch. Die Betonung des oft mosaikartig gesetzten Ornaments und die genaue Charakterisierung des Gegenstands vor allem in Porträts (Einfluß S. Freuds) heben sein Werk über das der meisten Jugendstil-Maler hinaus (z. B. "Margarete Stonborough-Wittgenstein", 1905, München, Neue Pinakothek). Klimt beeinflußte Künstler wie Egon Schiele, Oskar Kokoschka und später Friedrich Hundertwasser sowie die Wiener Schule des Phantastischen Realismus (E. Fuchs). Neben den Figuren und Porträts schuf Klimt Landschaftsdarstellungen, in denen er impressionistische und symbolistische Prinzipien unter Einsatz von Lichteffekten zusammenführte (z. B. "Mohnwiese", 1907, Wien, Österreichische Galerie).



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