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Der IMPRESSIONISMUS
Der Begriff Impressionismus ist aus der Malerei entlehnt und wird auf Literatur und Musik übertragen. Er
verkörpert die ästhetische Grundhaltung, die vom dauernden Wechsel der Perspektiven lebt. Seine wichtigsten
Merkmale sind Abkehr vom Naturalismus, Abwendung von der Politik, verbunden mit dem Rückzug auf
Subjektivismus und Individualismus. Im Mittelpunkt steht der sinnlich-subjektive Eindruck, der einmalig-
unverwechselbare Augenblick, der nur flüchtige Reiz. Die äußere Handlung tritt zurück. Die Dichter zeichnen
sich durch gesteigerte Sensibilität und verfeinerte Wahrnehmungs- und Reizempfindlichkeit aus.
Als Errungenschaft des literarischen Impressionismus gilt der innere Monolog. Die Sprache wird zum
Instrument genauer Nachahmung der Wirklichkeit in Form der Wiedergabe des Bewußtseinsstroms einer
Person: Andeutungen, Gedankenfetzen, Zwischentöne, Empfindungen, Gesprächsteile soll der Leser verbinden.
Zu wahrer Meisterschaft hat Arthur Schnitzler diese Art von Darstellungsform im Leutnant Gustl
gebracht.