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Leutnant Gustl


Die Novelle "Leutnant Gustl", deren Veröffentlichung für einen Skandal gesorgt hatte, erscheint beim Verlag Fischer in Berlin. Die Geschichte eines etwas ängstlichen jungen Mannes in k. u. k. Uniform hatte Schnitzler den Vorwurf eingetragen, er beleidige das Ansehen der österreichisch-ungarischen Armee. Durch die Verwendung des inneren Monologs, den er in der deutschsprachigen Literatur erstmals verwendet, gelingt Schnitzler die minuziöse Erfassung des Gedankenflusses seines "Helden". Gustl wird beim Verlassen eines Konzerts von einem Bäckermeister angeblich beleidigt; da ein Bäcker nicht satisfaktionsfähig für einen Offizier ist, sieht sich Gustl vor die Notwendigkeit gestellt, Selbstmord zu begehen, um seine Ehre wiederherzustellen. Dieser Notwendigkeit entgeht Gustl, als er erfährt, der Bäcker habe einen Schlaganfall erlitten und sei gestorben.


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