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SIGMUND FREUD
Sigmund Freud geboren 1856, gestorben 1939.
Er war Professor für Neuropathologie in Wien. Er ist der Begründer der Psychoanalsye, eines Verfahrens zur Heilung von Neurosen und Hysterie. Sie beruht auf der Annahme, daß gewisse Vorstellungen, besonders sexueller Art, aus dem Bewußtsein "verdrängt" werden und vom "Unbewußten" her die seelisch-geistige Einheit des Ichs bedrohen. Gemeinsam mit ebenfalls im Unterbewuátsein verkapselten Kindheitserlebnissen können sie Komplexe und Traumen (d.s. seelische Verletzungen, nervöse Störungen) erzeugen, die dann Träume Versprechen, Fehlhandlungen und Neurosen verursachen.
Die Psychoanalyse versucht nun, mit Hilfe einer Aussprache des Patienten mit dem Arzt die verdrängten Erlebnisse ins Bewußtsein zu erheben, um dadurch eine Heilung herbeizuführen. - Eines von Freuds berühmtesten Werke "Der Witz und seine Beziehungen zum Unbewußten"(1905).
Eine Weiterentwicklung der Freudschen Lehre stellt die spätere Tiefenpsychologie dar.
Freuds starke Wirkung auf seine Teitgenossen hat der Wiener Otto Weininger (1880-1903) vorbereitet. Er versucht, in seinem Werk "Geschlecht und Charakter" eine Metaphysik der Geschlechter zu entwickeln.