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Die Wiener Börse




Wir starten mit der Rundfahrt bei der Börse am Schottenring. Die Wiener Börse besteht als Wertpapierbörse bereits seit 1771 und gehört zu den ältesten Börsen der Welt. Sie wurde unter der Regierung Maria Theresias gegründet, um den durch die Kriegsführung stark gestiegenen Finanzbedarf des Staates zu decken. Während der österreich-ungarischen Monarchie erlebte die Börse einen Aufschwung. Da die Börse wegen der großen Anzahl der Besuchsberechtigten zu klein wurde, zog man von der Herrengasse (heute Palais Ferstl) an den Ring. Die neue Börse wurde von 1871-77 von Theophil von Hansen gebaut. Das Gebäude gliedert sich in Hauptbau (Börsensaal 1956 durch Brand zerstört), Seitenkontrakte und Ecktürme. Die Börse erstrahlt in betonter Zweigeschossigkeit und der Reduktion auf den italienischen Renaissancestil. Der Wertpapiermarkt war immer ein Abbild der Wirtschaft der Monarchie. Das Ende des Wirtschaftsaufschwunges im Zuge der vielen Emmissionen leitet der Börsenkrach vom 9. Mai 1873 ein. Der letzte Wirtschaftsaufschwung der Monarchie begann um die Jahrhundertwende und endete mit beginn des Ersten Weltkrieges.


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