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BIOGRAFISCHES ZU
GUSTAV KLIMT
(geb. 1862 in Wien, gest. 1918 in Wien)





Klimts künstlerische Entwicklung

zeigt in seinen frühen Schaffensjahren noch die Hinwendung zum Historismus (dem Maler Hans Makart), doch löste er sich mehr und mehr von der starren akademischen Tradition. Er war Mitbegründer der Wiener Sezession, die 1897 gegründet wurde und auch ihr erster Präsident (---> großer Anteil an der Entwicklung des internationalen Jugendstils in Wien um 1900). Er war Mitbegründer der Wiener Sezession, die 1897 gegründet wurde und auch ihr erster Präsident.
Klimt besuchte regelmäßig alle Kunstausstellungen, und er sagte, daß man sich auch schlechte Bilder ansehen müsse;, denn aus deren Fehler kann man lernen, wie es nicht zu machen ist.


Klimts Ansehen

war beim aufgeschlossenen, liberalen Wiener Bürgertum sehr groß, sie schätzte seine küstlerischen Arbeiten. Auch die jungen Künstler Egon Schiele und Oskar Kokoschka bewunderten ihn ebenfalls, aber die konservativen Teile lehnten sein Werk ab (z.B. Streit um die Fakultätsbilder).


Klimts Verhältnis zu Frauen

birgt Stoff für diverse Spekulationen. Seine Familie förderte den Schein des zurückhaltenden Familienmenschen, doch wissen wir heute, daß er so zurückhaltend nicht war, so z.B. pflegte er bis zu seinem Tod eine vertraute Freundschaft mit Emilie Flöge. So führte er auch mit ihrer Schwester einen bekannten Wiener Haute-Couture- Salon) und hatte Liaisons mit Modellen (mindestens drei ledige Kinder), aber auch mit Damen der "besseren Gesellschaft", wie Adele Bloch-Bauer, die er zweimal porträtierte. Er bevorzugte rassige, schwarz- oder rothaarige Frauen (Klimt: "Das Weib ist mein Hauptwerk").

Klimts Verhältnis zu Geld

vermittelt am besten eine Aussage von ihm selbst. "Das Geld muß rollen, dann interessiert es mich". Er war also sehr großzügig im Umgang mit Geld, seine Modelle bekamen stattliche Honorare, auch bettelnde Menschen kamen bei ihm nicht zu kurz.


Zu Klimts Eigenheiten

gehörten u.a. seine Schreibscheu: Er öffnete seine Briefe wochenlang nicht, verbrannte sie manchmal; und schrieb nur kurze Informationen an seine Freundin Emilie Flöge). Weiters eine Eigenheit Klimts war seine Liebe zu Katzen (acht Stück) und Blumen (er besaß einen kleinen Blumengarten beim Atelier), sein Kleidungsstil (er trug bei der Arbeit gerne lange, großfaltige Kittel - Einfluß der Reformkleidung), seine Eßgewohnheiten (er speiste am Abend gerne recht üppig, zwei bis drei Portionen), seine Geselligkeit (er verbrachte seine Abende gerne in Künstlerkneipen und beim Kegeln).


Klimt über sich...

"Malen und zeichnen kann ich. Von mir gibt es kein Selbstporträt. Ich interessiere mich nicht für die eigene Person - eher für andere Menschen, weibliche. ... Ich male Tag um Tag von Morgen bis Abend - Figurenbilder und Landschaften, seltener Porträts. Schon wenn ich einen einfachen Brief schreiben soll, wird mir angst und bang wie vor drohender Seekrankheit.
Wer etwas über mich wissen will, soll meine Bilder aufmerksam betrachten, daraus erkennen zu suchen, was ich bin und will."

Literatur:
  • Frodl, Gottfried. Gustav Klimt. Köln: Benedikt Taschen Verlag, 1991
  • Partsch, Susanne. Gustav Klimt - Maler der Frauen. München & New York: Prestel Verlag, 1994

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